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Freitag, 29.4.2022

Die Erholung dürfte am Freitag weitergehen, denn es sieht so aus, als ob sich die Stimmung zum Ende der Woche hin aufhellt. Der bisher ordentliche Verlauf der Saison der Quartalsberichte lockt offensichtlich Anleger zurück in Aktien. Der von vielen Exportunternehmen geprägte DAX erhält auch vom immer schwächeren Euro Rückenwind. Kurz vor dem Wochenende ist es im Laufe des TAges mit den Kursen am deutschen Aktienmarkt weiter aufwärts gegangen. Der Leitindex Dax stieg am frühen Nachmittag um 1% auf 14.116 Zähler. Über der 14.000er Marke ins Wochenende zu gehen, wäre zumindest ein kleiner Hoffnungsschimmer für den technisch angeschlagenen Markt. Mit der Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche liegt dann ein harter Brocken mit jeder Menge Kollisionspotenzial vor uns. Angesichts der hohen Inflation dürfte die Fed den Leitzins um einen halben Prozentpunkt erhöhen und das Anleihenportfolo deutlich reduzieren. Damit wird die Geldpolitik restriktiver, die die Aktienbörsen ja...

Donnerstag, 28.4.2022

Nach einem bislang schwachen Wochenverlauf mit Kursen von zuletzt deutlich unter 14.000 Punkten dürfte sich der DAX am Donnerstag zunächst nur mit kleinen Schritten nach vorne wagen. Im Fokus steht die Saison der Quartalsberichte von Unternehmen vor allem aus der zweiten und dritten Reihe. Donnerstag vormittag hat sich die zaghafte Erholung vom Vortag dynamisch fortgesetzt. Der Leitindex stieg gegen Mittag um 1,9 % auf 14.051 Zähler und ließ die 14.000er Marke wieder hinter sich. Am Nachmittag dürften Inflationsdaten aus Deutschland das Interesse auf sich ziehen. Bei einer Inflation von deutlich über sieben Prozent steht die Europäische Zentralbank (EZB) seit einiger Zeit erheblich unter Druck, dem Beispiel der US-Notenbank Fed zu folgen und die Zinsen anzuheben. Dies zusammen mit Rezessionssorgen hatte die Märkte zuletzt belastet.  

Mittwoch, 27.4.2022

Von Wachstumssorgen geplagte, sehr schwache US-Börsen sprechen zur Wochenmitte gegen eine durchgreifende Erholung am deutschen Aktienmarkt. Zwischenzeitliche Kursgewinne am Dienstag waren mit den anschließenden hohen Kursverlusten in New York schnell wieder passé. Zumal die Aktien von Tech-Schwergewichten wie Microsoft , Texas Instruments und der Google-Holding Alphabet im nachbörslichen Handel wegen enttäuschender Zahlen unter Druck gerieten. 30 Minuten vor dem Xetra-Start signalisierte der X-DAX als Indikator für den deutschen Leitindex DAX ein moderates Minus auf 13.750 Punkte. Für ein wenig Unterstützung sorgten am Mittwoch immerhin gute Quartalsberichte von Unternehmen. Trotz der schwachen Vorgaben der US Börse hielten sich die europäischen Börsen vergleichsweise gut. Sie orientierten sich damit an den steigenden US-Futures. Auch die ordentlichen Zahlen mehrerer großer Unternehmen stützten. Die weitere Entwicklung sei aber nur schwer abschätzbar. Derzeit steht ein sch...

Dienstag, 26.4.2022

Zum Wochenauftakt hat der DAX an seine Verluste vom Freitag angeknüpft. Dabei rutschte der Leitindex deutlich unter die runde Marke von 14.000 Punkten. Zudem hat er das Tief vom 12.4.2022 bei 13.887 Punkten unterschritten und ein tieferes Tief bei 13.863 Punkten markiert. Der jüngste Abwärtstrend wurde damit bestätigt. Es sind einmal mehr die Zins- und Konjunktursorgen, die den deutschen Aktienmarkt belasten. Weder der Wahlsieg des französischen Präsidenten Macron über die rechtspopulistische Herausforderin Le Pen noch der aufgehellte ifo-Index konnten den Rückgang im DAX verhindern. In Anbetracht zügig steigender US-Zinsen, der sich verschärfenden Lieferkettenproblemen sowie zuletzt eingetrübten Konjunkturdaten geht die Sorge vor einer Rezession um. Nachdem sich die wichtige Handels-Metropole Shanghai bereits seit vier Wochen im Lockdown befindet, befürchten nun auch die Bewohner Pekings einen harten Lockdown. Weitere Maßnahmen seitens der chinesischen Regierung wären ein ...

Montag, 25.4.2022

Zurück am Schreibtisch: Die US-Börsen hatten die Handelswoche am Freitag mit deutlichen Verlusten beendet. Die negative Tendenz vom Donnerstag hat sich damit mit erhöhter Dynamik fortgesetzt. Auslöser für den Kursrutsch waren Andeutung von Fed-Chef Jerome Powell, dass im Mai ein großer Zinsschritt folgen könnte. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag am Freitag bei 2,9%. Angesichts der bestehenden Perspektive bei den Zinsen dürfte damit die Attraktivität von Anleihen im Vergleich zu Aktien weiter steigen. Der Dow Jones schloss mit einem Minus von 2,8% bei 33.811 Punkten. In dieser Woche richtet sich der Blick auf die laufende US-Berichtssaison. Am Sonntag verhinderten die französischen Wähler ein politisches Albtraumszenario für die Börsen: In der Stichwahl mit der rechtspopulistischen Herausforderin Marine Le Pen erzielte der amtierende Staatspräsident Emmanuel Macron mit 58,6% der Stimmen einen deutlicheren Wahlsieg als zuvor erwartet worden war. An den deutschen...

Donnerstag, 14.4.2022

 Heute letzter Handelstag vor dem langen Osterwochenende und schon wieder eine Woche Urlaub vor mir. Ich kann mir vorstellen, dass es heute Morgen zunächst ruhig zugeht und alle auf die EZB heute im Laufe des Tages warten. Um 13.57 Uhr heißt es dann: Trotz der Rekordinflation im Euroraum zögert die EZB in Zeiten des Ukraine-Krieges eine Zinswende weiter hinaus. Der EZB-Rat beschloss, den geldpolitischen Schlüsselsatz von 0,0% beizubehalten. Zugleich müssen Banken weiterhin Strafzinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Notenbank horten. Dieser sogenannte Einlagesatz bleibt bei -0,5%. Der EZB-Rat hält die Tür allerdings für eine Erhöhung offen: Er steht bereit, "alle seine Instrumente" bei Bedarf anzupassen. Damit will er sicherstellen, dass sich die Inflation mittelfristig bei dem Zielwert von 2,0% stabilisiert. Zuletzt war die Teuerung mit 7,5% aber weit darüber hinausgeschossen. Die EZB will als Vorstufe einer Zinswende zunächst ihre milliardenschweren ...

Mittwoch, 13.4.2022

Die ersten Abgaben am Montagabend von der Wall Street führten nach dem XETRA-Handelsschluss dazu, dass wir am Dienstag auch die Vorbörse mit hoher Verkaufsneigung sahen. Dabei wurde nicht nur das Tief der Vorwoche angetestet, sondern auch gleich der Durchbruch durch die psychologisch wichtige Marke von 14.000 Punkten vollzogen. Eine weitere Belastung stellten die Grosshandelspreise aus Deutschland dar. Sie stiegen um durchschnittlich 22,6% im Vergleich zum Vorjahresmonat und damit so stark, wie seit Beginn der Berechnungen 1962. Allein von Februar auf März stiegen die Großhandelspreise um 6,9 % und zeugten von weiter anziehender Inflation. Vor der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) geht es zur Wochenmitte für den Dax weiter abwärts. Am Nachmittag notierte der deutsche Leitindex 1 schwächer bei 13 978 Punkten. Damit steuert er auf den dritten Verlusttag in Folge zu. Bis zum frühen Nachmittag hatte sich der Dax noch meist über der Marke von 14 000 gehalten. ...